28.06.2012

Gero bei Gärtnern im Zierpflanzenbau

Ein Blick ins Gewächshaus.

Hallöle Leser/in,

ich bin Gero aus der 8. Klasse der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule in Hohen Neuendorf. Mit Florian und Dustin bilden wir das Team Zocker. Ich möchte euch etwas über den Beruf GärtnerIn im Zierpflanzenbau erzählen.

Als wir am 18.04.2012 um kurz vor 10 Uhr im Neuen Garten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in der Gärtnerei ankamen, erwischten wir unsere sympathische Ansprechpartnerin Sabine Swientek, die laut ihrer eigenen Aussage aus einer alten Gärtnerfamilie stammt, an kleinen Gewächshäusern beim Arbeiten. Freundlich empfing sie uns und leitete uns in ein äußerlich etwas älteres Haus, wo wir unsere Sachen ablegen und uns auf das Interview vorbereiten durften.

Als wir bereit waren, begaben wir uns in die Gewächshäuser, wo wir das Interview mit Sabine Swientek und Dennis Weiß (einem 23-jährigen Azubi) führten, Fotos schossen und uns Notizen machten. Darauf folgte ein Rundgang mit Erläuterung. Bei dem Rundgang durften wir Pflanzen eintopfen und pikieren, nachdem wir eine Erklärung bekommen haben, wie man das macht und warum. Nach dem Rundgang durften wir noch von manchen Pflanzen die Blätter kosten, darunter Bananenminze, Fenchel, Estragon und Schnittlauch. Wir bekamen noch Blätter einer Duftpelargonie mit Zitronengeruch geschenkt.

Darauf verabschiedeten wir uns voneinander und gingen mit neuen Geschmäckern und Erfahrungen zum nächsten Treffpunkt.

Unser 5-Sinne-Protokoll

Während unseres Aufenthalts konnten wir Blumen in allen Farben sehen – rot, blau, gelb usw.-, Mitarbeiter in grünen Arbeiterhosen und viele Gewächshäuser. Zu hören waren leise: ein Rasenmäher, normale Arbeitsgeräusche z.B wie Blumentöpfe, die auf einen Tisch gestellt wurden und Wasser zum Blumen gießen, aber von der Lautstärke her war es sehr ruhig und ein angenehmes Arbeitsklima. Blumenduft lag angenehm in der Luft, man verspürte eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit und obwohl der Garten in Potsdam liegt, waren keine Abgase zu riechen. Weiche bzw. harte Blumenerde, die zierlichen Pflanzen und manche Blätter der Blumen konnten wir fühlen.
Die Blätter der Pflanzen, die wir probieren durften, haben uns fast alle geschmeckt, jede hatte auf ihre Weise etwas Besonderes im Geschmack, so schmeckte die Bananenminze eher „kratzig“, der Fenchel süßlich, der Estragon bitter und der Schnittlauch scharf.

Zum Beruf…

Man vermehrt und kultiviert Schnittblumen, Beet-, Topf-, Balkon- und Grünpflanzen in Gewächshäusern, im Sommer auch außerhalb der Gewächshäuser. Die Mitarbeiter erreichen durch modernste Technik, wie Belüftung und Beschattung, eine angemessene Größe und termingerechte Blüte, also verkaufsreife Pflanzen. Wenn sie die Pflanzen selbst verkaufen, beraten sie den Käufer zur Pflege der Pflanzen. Uns wurde auch erzählt, dass man 250 verschiedene Namen mit deutschen und lateinischen Namen auswendig kennen muss. Als Azubi verdient man im ersten Lehrjahr ca. 700 € Brutto und ab dem 3. Lehrjahr ca. 800 € Brutto. Die Arbeitszeit beträgt 40 Stunden in der Woche, also 8 Stunden am Tag, wie uns gesagt wurde. Diese werden unterschiedlich nach den Jahreszeiten angesetzt, so fangen sie im Sommer um 6 Uhr an und im Winter erst um 7:15 Uhr. Unterbrochen wird die Arbeitszeit von einer 15-minütigen Frühstückspause und einer 30-minütigen Mittagspause.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Für diesen Beruf sollte man sorgfältig, verantwortungsbewusst und für die Kundenberatung serviceorientiert sein. Man sollte Interesse an Biologie, vor allem Botanik, haben. Chemie ist auch wichtig aufgrund der richtigen Düngemittel. Um Flächen und Preise zu berechnen, braucht man Mathematikkenntnisse, vor allem in den Grundrechenarten und der Prozentrechnung.

Fazit:
Ich fand, dass es ein sehr interessanter Beruf mit fast keiner Hektik ist, die Blumen beruhigen einen, wodurch die Arbeit sehr angenehm wird. Nur leider bin ich nicht so der Gärtner- und Naturtyp, wodurch es nicht wirklich ein Beruf für mich wäre. Aber jedem, der sich für Pflanzen, Biologie und ruhige, angenehme Arbeit interessiert, würde ich es nahe legen, diesen Beruf mal auszuprobieren.

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