10.07.2012

Sozialpädagoge/Sozialpädagogin im Täter-Opfer-Ausgleich

Hallo Leute!

Im Büro und Beratungsraum

Im Büro und Beratungsraum

Ich heiße Anna und gehe in die Dr. Hugo Rosenthal Oberschule. Meine Teamkolleginnen heißen Mona und Yvonne. Sie gehen auch auf meine Schule. Unser Teamname ist Reivolllei. Reivolllei leitet sich von unseren Hobbys ab – Reiten, Volleyball und Leichtathletik. Unser Projekt heißt PraxisTrio. In dem Projekt geht es darum, in Potsdam 3 Berufe kennen zu lernen. Wir haben die Berufe GärtnerIn im Garten- und Landschaftsbau, Sozialpädagoge/Sozialpädagogin und Hotelfachmann/-fachfrau bekommen. Ich möchte euch den Beruf Sozialpädagoge/Sozialpädagogin vorstellen.

Mona, Yvonne und ich waren eigentlich um 11:30 Uhr mit Frau Auge zum Interview verabredet. Aber wir verliefen uns leider ein bisschen und haben dann ein paar Leute nach dem Weg gefragt. Nachdem wir die Leute gefragt hatten, haben wir es dann doch gefunden. Leider kamen wir deshalb ein paar Minütchen zu spät. Aber das war nicht schlimm.

Der Betrieb, in dem wir waren, heißt Diakonisches Werk Potsdam e.v., Bereich Täter-Opfer-Ausgleich und liegt in der Lindenstraße 56. Diesen Betrieb gibt es schon seit 20 Jahren.

Und jetzt erkläre ich euch, was man in diesem Beruf so alles macht. Also, der Beruf Sozialpädagoge ist ein sehr umfassender Beruf, und man hat sehr viel mit Menschen zu tun. Frau Auge arbeitet in einer Beratungsstelle im Bereich Täter-Opfer-Ausgleich und in der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung. Täter-Opfer-Ausgleich bedeutet, es muss ein Opfer und einen Täter geben, und es muss eine Straftat vorgefallen sein, z.B. ein Mann hat eine ältere Frau auf der Straße beleidigt und Geld von ihr geklaut. Dann wird die Polizei gerufen. Bei der Polizei werden Täter und Opfer vernommen.

Manchmal tut es dem einen oder anderen leid, und die Polizei schlägt vor, dass beide zum Täter-Opfer-Ausgleich kommen, z.B. zu Frau Auge. Dort wird der/die Betroffene zu einem Vorgespräch eingeladen. Der/die Täter/in muss den Fall schildern. Danach wird das Opfer zu einem Vorgespräch eingeladen und muss ebenfalls den Fall schildern. Nach den ganzen Gesprächen gibt es noch ein Vermittlungsgespräch. Dabei versuchen die Beteiligten mit Hilfe eines/einer Sozialarbeiters/Sozialarbeiterin (MediatorIn) den Konflikt zu bearbeiten und eine Lösung zu finden. Nachdem sie eine Lösung gefunden haben, entschuldigt sich meistens der/die Täter/Täterin bei dem Opfer.

Am Anfang des Interviews bot uns Frau Auge ein Glas Wasser an. Während des Interviews konnte man ein großes helles Büro sehen mit ein paar Regalen, in denen sehr viele Ordner standen, ein Schreibtisch und ein großer Tisch mit Stühlen. Auf dem Tisch stand ein Blumenstrauß. Es hingen Bilder von Kindern an der Wand. Es roch nach Büro, also damit meine ich, es roch nach Papier, Druckerfarbe, nach Kaffee, …

Als Voraussetzung für diesen Beruf muss man einen entsprechenden Hochschulabschluss (z.B. Bachelor-Abschluss) nachweisen. Mögliche grundständige Studiengänge sind musik- und bewegungsorientierte Sozialpädagogik, Sozial- und Organisationspädagogik, Soziale Arbeit und Sozialpädagogik. Die Zulassungsvoraussetzungen für das Studium sind an Fachhochschulen die Fachhochschulreife und an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife.

Darüber hinaus wählen die Hochschulen ihre Studierenden auch zunehmend durch eigene Zulassungsverfahren aus.

Die Arbeitsbereiche und -orte von Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen sind in Jugend-, Kinder- und Altenheimen, in Kindergärten und -horten, in Tagesstätten und Pflegeheimen für Menschen mit Behinderung, in Einrichtungen für Obdachlose, in Familien- und Suchberatungsstellen oder in Einrichtungen der Pflegeberatung bei ambulanten sozialen Diensten, in Sozial-, Gesundheits- oder Jugendämtern oder in Justizvollzugsanstalten.

Ich hoffe, ihr habt etwas über den Beruf Sozialpädagoge/Sozialpädagogin und über den Täter-Opfer-Ausgleich gelernt. Mir hat dieser Beruf sehr gut gefallen, und ich würde ihn an alle weiter empfehlen.

Macht’s gut, Anna.

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